Eine Idee und ich …

Nachdem Du das ließt, nehme ich an, dass Du, so wie ich bis vor kurzem auch, genug hast vom ewigen Pendeln. Das ganze Hin und Her nur, damit man die Pflicht erfüllt, im Büro zu sitzen.

Lange bevor ich Mama wurde, waren die langen Fahrten von Tür zu Tür eine Nervenprobe. Aber ich akzeptierte das. Musste ich wohl, oder? Jeder muss sich damit arangieren. Als Elternteil wurde mir aber sehr schnell und deutlich bewusst, was es bedeutet drei Stunden pro Tag im Verkehr zu stecken. Um ganz ehrlich zu sein war am Ende des Tages wenig Energie dafür übrig einfach nur “zu sein”.

Um Dir einen kurzen Überblick zu geben, der Dir uU sehr bekannt vorkommen wird, sofern Du zB Kinder hast:
Um 5:30 aufstehen, den Nachwuchs im Kindergarten abliefern um um 9 dann hoffentlich beim Bürotisch zu sitzen. Zeit für das Mittagessen? Fehlanzeige. Um 15 Uhr (nach 6 Arbeitsstunden netto) musste ich bereits wieder los, damit ich definitiv vor der Rushhour beim Kindergarten bin, der bereits um 17 Uhr schließt. Danach einkaufen bis um ca. 18 Uhr, im Anschluss zuhause das Abendessen herrichten, mal etwas essen das nicht am Beifahrersitz liegt und um 19:30 sollte der Sprössling im Bett liegen. Wäsche, Haushalt und unsere Haustiere kamen als nächstes dran. Gegen 21:30 Uhr war ich fertig. Mental und körperlich. Keine Zeit für Sport, Meditation oder um mal ein Buch zu lesen. Und das alles für einen Teilzeitjob! Mehr ging einfach nicht. Keiner zahlte mir die Stunden die ich im Verkehr verschwendete. Drei Stunden am Tag, für 5 Tage die Woche sind 15 verlorene Stunden! Mit einem Teil davon könnte ich wieder Vollzeit arbeiten UND hätte noch ein bisschen Zeit übrig!

Das, ganz nebenbei, Ärgerliche daran: Jene Kollegen, die oft, lediglich durch ihre Anwesenheit, “Leistung” vor Ort im Büro erbringen, während man selbst versucht so viel wie möglich aus seinem Tag herauszuholen und unter dem Strich dennoch nur Teilzeit “schafft”.

Ich überlegte also was ich tun könnte und redete mit anderen über deren Jobsituation. Und siehe da, der Großteil der Leute könnte ganz unabhängig vom ewigen Pendeln arbeiten. Kein Stau mehr und anstelle dessen mehr produktive Zeit zur Verfügung. Also warum ändern wir das nicht? Weil der Kaffee im Büro besser schmeckt? Die Meetings unbedingt persönlich abgehalten werden müssen? Weil man sonst “vereinsamt”? Also mein Kaffee zuhause schmeckt mir immer noch am besten 😉 Meetings sind nicht unbedingt produktiver wenn man sie an einem Tisch abhält (zumal Homeoffice nicht bedeuten muss, dass man fünf von fünf Arbeitstagen nicht im Büro ist. Mit drei von fünf Arbeitstagen weniger Verkehr/Stau und mehr vom Tag ist jedoch eine deutliche Verbesserung zu spüren!). Man vereinsamt definitiv nicht! Die fast täglichen Telefonate und dergleichen reichen oft als Austausch und privat ist sowieso privat. (Worauf wir bei Green Working Life übrigens extrem viel Wert legen!)

Fakt ist: Wir leben in einer technisierten Welt. Das Internet ist, vorallem im europäischen Raum, überall empfangbar. Dieser Umstand und Support untereinander, geben uns bereits die Möglichkeiten, autark von jeglichen örtlichen Beschränkungen zu arbeiten. Warum also nicht nutzen, was bereits vorhanden ist? Green Working Life schaut über den Tellerrand. Das Ziel ist Ausgaben (Sprit, Autoreparaturen etc.) zu reduzieren, produktiv und konzentriert für ordentliche Bezahlung zu arbeiten, die Umwelt zu schonen und auch wieder Herr unserer täglich verfügbaren Zeit zu werden.

So ist die Idee entstanden und jetzt bist Du dran! Ich danke Dir und fühle mich geehrt bald mit Dir zusammen arbeiten zu dürfen!

Willkommen im neuen Green Working Life!